Vereinsgeschichte des SV Deggenau

Der Verein wurde 1949 gegründet und besteht heute aus mehr als 650 aktiven und passiven Mitglieder.

Die Gliederung setzt sich aus zwei Abteilungen zusammen: Fussball und Karate. Die Vereinsführung und die Betreuung unserer Mannschaften erfolgt ehrenamtlich, mit Ausnahme des Seniorentrainers.

Seit 1949 wird beim SV Deggenau der Vereinszweck "körperliche Ertüchtigung und ein geordneter Trainings- und Wettkampfbetrieb für alle interessierten Mitglieder" absolut in den Vordergrund gestellt. Konsequent haben bisher alle Vorstandschaften an dieser langfristig vernünftigen Vereins-Philosophiefe festgehalten und nicht nur einen Erfolg der 1. Mannschaft mit aller Macht und mit unverantwortbaren finanziellen Abenteuern durch den Kauf von guten Spielern gesucht. Beispiele von ruinierten Vereinen, die mit Geld zwar kurzfristig einen sportlichen Aufstieg hatten, damit jedoch den Rest des Vereins und hier insbesondere die Jugendförderung vernachlässigten, gibt es genug. Sicherlich strebt auch der SV Deggenau einen sportlichen Erfolg an. Dieser muss jedoch gesund und von selbst durch vernünftige Rahmenbedingungen, einer gezielten Nachwuchsarbeit und durch ein kameradschaftliches Miteinander entstehen. 
Die vorhandenen Probleme, die nach der Vereinsgründung im Jahre 1949 offensichtlich gegeben waren, konnten erst nach vielen Jahren langsam behoben werden. 
Erst nach dem Aufbau einer Reservemannschaft und einer gezielten Jugendarbeit (14-18 Jahre) wurde der Spielerkader quantitativ und spielerisch stärker. Dazu trug auch ein organisiertes Training, das in den 50-iger Jahren nicht so selbstverständlich war, bei. 
1965 war es dann endlich so weit, der Aufstieg in die damals spielstarke B-Klasse wurde geschafft. Leider musste man wegen akuten Spielermangel (Verletzungen, berufliche Verhinderungen und Abgänge) sofort wieder absteigen. Erst 1979 klopfte die Mannschaft, die mit vielen technisch-versierten Spielern mit Spielerfahrung aus höhern Klassen besetzt war, erneut an die B-Klasse. Doch die schwachen Nerven der Spieler um Trainer Otto Baumann war die Hauptursache, dass das Relegationsspiel gegen Mengkofen verloren wurde.

Mit der Einweihung der schönen Sportanlage im Jahre 1982 gelang dann endlich wieder der Aufstieg. Als Vize-Meister wurde zwar das Relegationsspiel gegen den SV Auerbach verloren, jedoch wurde die erneute Chance, unter 5 Vereinen einen weiteren B-Klassen-Platz zu erkämpfen, genutzt. Innerhalb von 2 Tagen setzte sich die Mannschaft um Coach Heinz Schwigon bzw. Erich Herböck mit viel Kampfgeist und dem notwendigen Quäntchen Glück gegen Niederpöring und Hunderdorf durch.

Während die erste Saison in der B-Klasse mit einem Mittelfeldplatz beendet wurde, hat man sich 1984 die weitere Zugehörigkeit über Relegationsspiele gegen Grafling und Künzing erfolgreich erkämpft.

1985 musste der Verein nach einer 2:1 Niederlage im Entscheidungsspiel um den Relegationsplatz gegen den FC Niederwinkling erneut in die C-Klasse zurück.

Mit der glücklichen und für alle überraschenden Verpflichtung von Ex-Bundesligaprofi Peter Falter (TSV 1860 München) als Spielertrainer begann 1985/86 sofort ein sichtbarer spielerischer Neuaufbau. Der erreichte 3. Tabellenplatz gab Hoffnung für die kommenden Jahre. Als sich auch noch der ehemalige A-Jugend-Nationalspieler Franz Falter (Bruder des Trainers) dem SV Deggenau in der folgenden Saison anschloß und mit 28 Treffern die Offensive wesentlich verstärkte, konnte 1987 bereits am vorletzten Spieltag mit einem 6:1 Sieg in Auerbach die Meisterschaft und damit der Aufstieg in die B-Klasse gefeiert werden. Dieser Erfolg wurde zusätzlich durch die Meisterschaft der Reserve-Mannschaft aufgewertet.

Nach einem schwachen Start in der B-Klasse kämpfte sich die Mannschaft nach 17 Spieltagen sogar bis auf Rang 2 vor und schloss die Saison 87/88 mit einem 6. Tabellenplatz ab.

Das Spieljahr 88/89 brachte zum Schluss einen 5. Rang und Trainer Peter Falter beendete nach 4-jähriger Arbeit seine Tätigkeit als Fussballtrainer und wechselte zur musikalischen Unterhaltung.

Sein Nachfolger, Hans Wolf, trat seinen Dienst mit dem Saisonziel des Klassenerhaltes an. Das spielerische Potential, dass sein Vorgänger Falter hinterlassen hatte, ergänzte er durch eiserne Disziplin, Kameradschaft und seine "Bärenruhe" als mitspielender Super-Torwart. Mit ihm steigerte sich die gesamte Mannschaft. Am 12. Spieltag wurde die Tabellenführung in der B-Klasse Deggendorf erobert und bis zum Finale mit 4 Punkten Vorsprung vor dem ASV Degernbach verteidigt.

Der sportliche Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, der Aufstieg in der Saison 1989/90 in die damalige A-Klasse-Straubing, wurde mit Spielern und Fans entsprechend gefeiert. 
Die Mannschaft fühlte sich der neuen Klasse mit der Unterstützung vieler Fans überraschend wohl, bekam gute Kritiken und spielte lange Zeit im Spitzenfeld mit. Mit einem hervorragenden 6. Platz (nur 7 Punkte Rückstand zum Tabellenführer) wurde die A-Klasse 1990/91 abgeschlossen. 
Im 2. Jahr der A-Klasse, das erfahrungsgemäß am schwersten ist, lief es leider nicht mehr so gut und man spielte gegen den Abstieg. In der Winterpause übernahm Reinhard Kraus für den aus privaten Gründen verhinderten Hans Wolf das Traineramt. Im letzten Schicksalsspiel zu Hause gegen den unmittelbaren Konkurrenten VfB Straubing konnte der noch fehlende Sicherungspunkt mit viel Pech in den Schlussminuten leider nicht erobert werden - der Abstieg 1992 aus der A-Klasse war besiegelt.

Als nach dem Abstieg Leistungsträger wie z. B. Torwart Hans Wolf, Libero Wolfgang Mader sowie Mittelfeldspieler Frank Schlichenmaier, Erhard Mittermeier und auch der Sturmführer Franz Falter den SV Deggenau verließen, um bei anderen Vereinen als Spielertrainer zu fungieren, war allen klar, dass schwere Zeiten kommen werden und langfristig ein Neuaufbau erfolgen muss.

In der B-Klasse zeigt die Mannschaft um Trainer Kraus bereits personelle und spielerische Defizite. Die Mannschaft wurde zwar Herbstmeister, spielte dann aber eine katastrophale Rückrunde, so dass 1993 die B-Klasse nur noch mit 1 Punkt Vorsprung gehalten werden konnte. 
In der Saison 93/94 setzte sich unter dem neuen Trainer Peter Stelzer dieser Trend fort. Die Mannschaft kam von der unteren Tabellenregion nicht weg. Der Trainerwechsel auf "Oldie" Peter Falter kam im Nachhinein gesehen vielleicht zu spät. Es konnte noch der Relegationsplatz erkämpft werden, aber im entscheidendem Spiel wurde die Mannschaft 1994 von Auerbach in die C-Klasse geschickt.

Der angestrebte Neubeginn mit Trainer Edmund Braumandl ging schief. In der Saison 94/95 wurde nur ein hinterer Tabellenplatz erreicht. Ebenso erging es dem engagierten Trainer Klaus Winkler in der folgenden Saison 95/96. 
Als die Stimmung 1996 ganz unten war, konnte der langjährige Spieler und Jugendtrainer des SVD, Walter Grabl, der inzwischen 4 Jahre als Trainer beim TSV Aholming war, als neuer Coach geholt werden. 
Walter Grabl und Abteilungsleiter Thomas Wiedemann arbeiten seitdem an einem Neuaufbau. Die Förderung der Kameradschaft, die Aktivierung von ehemaligen Spielern und die Einbindung von Spielerfrauen und -freundinnen war die vorrangige Aufgabe. Dies zeigte sich durch einen sehr guten Trainingsbesuch und dem wieder vorhandenen Kameradschaftsgeist. Sportlich konnten jedoch in den vergangenen 4 Spielzeiten nicht die Erwartungen erfüllt werden. Im ersten Aufbaujahr 1996/97 belegte die Mannschaft den 7. Platz; der 4. Rang aus der Saison 1997/98 stimmte dann optimistisch. 
Dieser Eindruck konnte jedoch in der abgelaufenen Saison 1998/99 mit dem enttäuschenden 10. Tabellenplatz (24 Punkte) nicht bestätigt werden. Auffällig war dabei die Schwäche in der Offensive, so dass Stephan Zitzelsberger mit 5 Treffern erfolgreichster Torschütze wurde. Es zeigte sich aber auch, dass ein Generationswechsel von heute auf morgen nicht möglich ist. 
Nachrückende junge und einsatzwillige Spieler machen sicherlich künftig ihren Weg, können jedoch "alte und erfahrene Hasen" nicht ganz ersetzen. So fehlte z. B. ein Goalgetter wie Walter Geiger, der als verdienter Spieler und erfolgreichster Torschütze der Vereinsgeschichte nach 18 Jahren Einsatz in der 1. Mannschaft seine aktive Laufbahn beendete, jedoch seine Erfahrung als Trainer bei den B-Junioren weiterhin einbringt.

Die erste Mannschaft spielte in der Saison 1999/2000 lange um einen Relegationsplatz mit, ehe am Ende beim Endspurt die Luft raus war und mit einem 5. Tabellenplatz die Saison abschloss. Ohne eine funktionierende und ehrgeizige 2. Mannschaft, die der Verein zur Zeit ohne Zweifel hat, könnte jedoch ein Spielbetrieb nicht aufrechterhalten werden. Die gleichen Rahmenbedingungen und ein problemloser Leistungsbedingter Austausch zwischen beiden Mannschaften sind Grundlage der bestehenden Kameradschaft und langfristig der Garant für eine gesunde sportliche Entwicklung im Verein. So zeigten sich bei der "Reserve" bereits die ersten Erfolge. Nach der Vize-Meisterschaft in der Saison 1997/98 erspielte sich die Mannschaft 1998/99 erneut die Meisterschaft (nach 1977 und 1986) mit 40 Punkten und 92:20 Toren vor dem SV Auerbach. 
Die erfolgreiche Titelverteidigung in der Saison 1999/2000 mit 42 Punkten (bei 13 Siegen und 3 Unentschieden) und einer Tordifferenz von 95:22 Toren vor dem TSV Metten war sehr erfreulich.
Die Saison 2000/2001 lief für die erste Mannschaft mehr als enttäuschend. Mit einem unzufriedenen 8. Tabellenplatz wurde die Saison bei 28 Punkten und einem Torverhältnis von 53:56 abgeschlossen.
Dagegen lief für die zweite Mannschaft alles nach Wunsch. Sie konnte sich in überragender Manier die dritte Meisterschaft in Folge sichern. Mit 64 Punkten und 114:29 Toren (bei 21 Siegen, 2 Niederlagen und einem Unentschieden) konnte die man mit 13 Punkten Vorsprung vor dem SV Schöllnach den Titel-Hattrick einfahren.

 

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